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So streicht denn der Bogen sein ewiges Lied
in der Süße zaubernd schwerer Musik verwoben
Fast schwerelos gleitet der Ton, träumend seine eigene Kantilene
so berückend vertraut im stillschweigenden Übereinklang der Harmonien
die sich berauschend entfalten, singend im Gleichtakt des alten Liedes -
Von Wundern singen sie,
von Liebe und Leidenschaft, Schmerz und Unbeugsamkeit
und manchmal auch von der einsamen Trauer in uns, die selten Worte findet
Eine Melodie führt uns in das Meer des klangvollen Schweigens
und gibt uns neuen Ausdruck
Aber wollen wir denn eine neue Melodie in uns spannen?
Ist es nicht eher so, dass wir sie träumen als tatsächlich zum Leben zu erwecken?
Was erwartet uns, wenn wir uns dem Horizont nähern mit der Frage, die doch keine ist?
Manchmal, so scheint es,
erwachsen aus der Komplexität der Linien
neue Muster, die verborgen zu uns sprechen und uns geleiten.
Wenn wir denn innehalten und ihnen Raum in uns geben.
Einen Raum am anderen Ende des Tones ...
In Memoriam Mstislaw "Slawa" Rostropowitsch (27.03.1927 - 27.04.2007)

